Sommerrausch

Fr Sep 04, 2009 6:02 pm von Miss Betrayal

Der Sommer steht in seiner vollen Blüte. Oh ja, wir können die Blicke schon auf uns spüren. Es ist nicht mehr weit, sagen sich die Damen. Es ist nicht mehr weit, seufzen die Herren. Der Sommerball steht an. Tanz, Musik, Schmaus und... Herren in gut sitzenden Hosen, mit geschniegelter Frisur und geputzten Manschettenknöpfen. Wie haben wir uns den Sommerball das ganze Jahr lang ersehnt? Kein …

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Lunde Lecroique

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Lunde Lecroique

Beitrag von Mireille Levîte am Sa Sep 05, 2009 5:56 pm

- teures Restaurant
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Mireille Levîte
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Re: Lunde Lecroique

Beitrag von Tristan Sedley am Sa Sep 05, 2009 6:30 pm

pp Lunde Lecroique

Den Kopf ein Stück gesenkt, wanderte er durch die Straßen Londons, die lediglich vom Dämmerlicht gefüllt waren. Zu früh für das Nachtleben der Reichen und Jungen – zu spät für die Alten und Aufmerksamen. Eine perfekte Uhrzeit, die sie gewählt hatte. Er spürte den warmen Sonnenschein, welcher sich seinem nächtlichen Grab näherte, auf seinem Rücken und sogar auf seinem dunklen Haarschopf. Obwohl er es sonst bevorzugte, sein längeres Haar offen zu tragen, kauerte es heute als kleiner Pferdeschwanz in seinem Nacken. Wenn sie schon die Befürchtung gehabt hatte, einem ärmlichen Schauspieler zu begegnen, wollte er diesen Verdacht nicht aufgrund seines verwegenen Äußeren bestätigen. Tatsächlich liebten die Damen es, ihre filigranen Fingerspitzen in seinem Haar zu vergraben. Doch was nicht war, konnte ja noch werden. Natürlich würde er Mireille zu nichts drängen. Immerhin war er als Casanova, nicht als Rüpel in der Stadt bekannt. Tristan zupfte nachdenklich an seinem Sakko herum; er knöpfte es zu, öffnete es dann aber wenige Atemzüge später wieder, um sein weißes Hemd zu präsentieren. Er wusste nicht, was ihr gefallen konnte, welche Männer sie bevorzugte. Jene, die in strenger Kleidung auftraten oder doch eher einen lockeren Stil pflegten. Wenn er auf 'Jagd' war, zeigte er sich lieber jugendlich, als könnte nicht einmal sein Stand es schaffen, ihn zu halten. Ein Freigeist, der tat, wonach er sich sehnte. Nur sehnte er sich eben sehr nach der Gesellschaft von Frauen, nach ihrem Schoß, ihrem duftendem Nacken, dem weichen Haar und dem verführerischen Dekoltee. Niemand konnte ihn zähmen – nur die Frauen schafften es hin und wieder, da er alles tat, um ihre Gunst zu gewinnen.

Ein Lächeln umspielte Tristans Lippen, an denen noch die Worte großer Männer hingen. Noch vor einer Stunde hatte er als Romeo auf der Bühne die Herzen der anwesenden Frauen ergattert. Sie hatten sich ihm willig angeboten, fast wie Gut, das er an jeder Straßenecke erhalten konnte. Und das erste Mal seit langem hatte er sie mit einem flüchtigen Lächeln und einem zaghaften Kopfschütteln abgelehnt und verstoßen. Wieso? Ihretwegen. Wegen Mireille. War sie auch der Grund, wieso das Lächeln seiner Lippen ebenso seine dunklen Augen erreichte?
Sein Blick schweifte nach vorne – er sah das Lokal, von dem er gesprochen hatte. Vom Theater hierher waren es nur wenige Gehminuten gewesen, was ihm nur zu gute kam. Denn so war er gut zehn Minuten vor der vereinbarten Uhrzeit anwesend und würde sie pünktlich und mit einem vielsagendem Grinsen begrüßen. Nicht nur das! Selbst an eine rote Rose hatte er gedacht, die er achtsam in der rechten Hand hielt. Eine rote Rose für jede schlaflose Nacht, die sie ihm bereitete – dies waren seine geschriebenen Worte gewesen. Und auch in der belebten Realität wollte er sein Versprechen halten. Die letzte Nacht hatte die Erinnerung an ihr Antlitz seine Gedanken dominiert und wann immer er versucht hatte, die Augen zu schließen, hatte er sie augenblicklich wieder geöffnet, um ihre Briefe zu lesen. Auf der verzweifelten Suche nach Hinweisen, die sie zwischen den Zeilen versteckt hätte. Fand er sie? Oder meinte er dies nur? Mit ihren Briefen in der Hand war er erst bei Morgengrauen eingeschlafen. Wieder hatte sie ihm eine Nacht geraubt. Eine weitere rote Rose für ihr Gemach.

Tristan überquerte die Straße und wich einigen Kutschen aus, die unachtsam davon galoppierten, als hätte ein wildes Tier sie fortgetrieben. Mit zusammengezogenen Augenbrauen warf er dem wahnsinnigen Kutscher noch einen letzten Blick von der Seite zu, ehe er sich dem Eingang des Lunde Lecroique näherte. Eine gute Wahl. Wie sollte es auch anders sein? Es war Mireilles Wunsch gewesen. Er hätte sie womöglich an einen Ort entführt, der ihr nicht gefallen hatte – umso dankbarer war er, dass sie ihren Willen durchgesetzt hatte.
Er klopfte sich nicht vorhandenen Staub von den Schultern und den Schenkeln, strich sich eine dunkle Strähne aus der Stirn und wartete. Sein Blick wanderte die Straße entlang und sein Herz schlug in sehnsüchtiger Erwartung und Neugierde, während die dornenlose Rose in seinen Händen lag. Dabei würde die wahre Blume des Abends, die einzige Schönheit, noch kommen.
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Re: Lunde Lecroique

Beitrag von Mireille Levîte am Sa Sep 05, 2009 6:57 pm

Etliche Momente verbrachte sie in ihrem Ankleidezimmer, um sich das ~richtige Kleid auszusuchen. Doch etliche Momente fand sie keines. Sie hatte so viele Kleider, dass es ihr richtig schwer viel, sich nun für eins zu entscheiden. Doch irgendwann, ging sie nocheinmal die Stangen entlang - blind - und blieb irgendwann stehen. Vor ihr befand sich ein bordeaurotes, weiter Kleid aus purem Chiffon. Seideneinsätze in weiß gehalten, gaben dem eng detailliertem Stück Stoff eine Form, die ihrer schmalen Figur sehr gut schmeichelte.
Als sie sich - mithilfe ihrer Mägde - in das Kleid gezwängt hat, ging es ins Badezimmer, wo sie sich die lockigen Haare zu einem offenen Dutt hochsteckte, sodass einige lockige Strähnen heraushingen. Ihre Lippen tuschte sie sich auch in bordeaurot - passend zum kleid.
Ein letzter Blick in den Spiegel genügte.

Es konnte losgehen.

Die weiße, glänzende Kutsche mit vier Schimmeln bespannt stand schon bereit und auf hochhackigen, schwarzen Schuhen ging sie die Treppe hinunter. Das lange, weite Kleid sah aus wie fließendes Blut wenn sie sich bewegte. In vollkommener Abstimmung schliff es 10 Zentimeter auf dem Boden, wenn sie es nicht hochhielt, doch gab es extra eine Lasche zum Hochhalten, damit der riesige Rock gerafft wurde.
Ein Butler stand schon bereit, um ihr in die Kutsche zu helfen. Hoch erhobenen Kopfes stieg sie ein und gibt dem Kutscher ein Zeichen.

Es konnte losgehen.

Nach wenigen Minuten hielt die Kutsche wieder und der Butler des Restaurants kam herbeigeeilt, um ihr die Tür zu öffnen. Erst einen Fuß, dann den anderen setzte sie elegant auf dem steinigen Boden des Gehweges ab. Kurz richtete sie ihre Frisur, tuschte ihre Lippen noch einmal und strich über das kostbare Kleid.
Wieder wird der Kopf gehoben und stolz - und die gaffende Menge, die sich schon wieder gebildet hat, nicht beachtend - stieg sie die Treppen hinauf. Das große Portal wurde schon geöffnet.
Perfekt gedämpftes Licht schlug ihr entgegen, doch ging sie weiter.

Der Empfang lächelte sie willkommen an. Mit ihrer melodiösen Stimme sprach sie dann leise "Ich werde vermutlich erwartet ?". Fast unwillkürlich hob sich ihre Stimme am Schluss, war sie sich immer noch nicht sicher, ob er wirklich gekommen ist, oder erst zu spät kam.
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Re: Lunde Lecroique

Beitrag von Tristan Sedley am Sa Sep 05, 2009 7:26 pm

Im Inneren des Restaurants wartete er bereits, sein Blick war ins Nichts gerichtet. Eine einzelne Strähne hatte sich aus dem Knoten befreit und wirkte nun wie ein halbherziger Rahmen um sein markantes, blasses Gesicht. 'Ihr wirkt krank, mein Herr', hatte man ihm oft zugeflüstert, begleitet von einem fast besorgten Funkeln in den Augen. Ältere Frauen neigten dazu, ihn zu bemuttern, während er in ihnen die Leidenschaft zu wecken versuchte. Ein Störfaktor, an den er sich mittlerweile gewohnt hatte. Sein eigener Vater zeterte oft, wenn er denn sprach, dass sein Sohn scheinbar zu viel Zeit in Betten und auf Bühnen verbrachte, sich aber unter dem Anblick der Sonne rar zu machen schien. Sollte er sprechen, was er wollte. Wer hörte schon auf ihn? Selbst die Butler und Mägde machten des öfteren Scherze auf seine Kosten. Stets, wenn sie sich sicher und ungehört fühlten – dabei hatte jede Wand im Hause Sedley Ohren ...

Der junge Schauspieler mit den kantigen, markanten Gesichtszügen beugte sich über den Tisch und legte die rote Rose auf dem Porzellanteller des leeren Platzes ab. Nur langsam ließ er sich wieder auf seinem Platz nieder und musterte die anwesenden Menschen interessiert, während er seine Hände auf den Oberschenkeln platzierte. Junge, wie auch ältere Paare, nur selten Familien, tummelten sich an vereinzelten Tischen und tauschten Blicke aus, die eine sinnliche Sprache beherrschten. Die warmen Sommertage förderten die Romantik der Menschen, entfachten ein Feuer in jeder Brust. Arm in Arm verbrachte man die Abende auf Decken im Park, flüsterte sich die schönsten Dinge ins Ohr und ließ Haut auf Haut gewähren.
Tristan befeuchtete die trockenen Lippen mit der Zungenspitze und hob den Kopf, als hätte eine Stimme in ihm gerufen. Doch womöglich war es nur das leise Flüstern gewesen, das sich wie ein Bienenschwarm in dem Restaurant verbreitet hatte. Angeregte Gespräche wurden unterbrochen, um so unauffällig wie möglich zum Empfang zu nicken. Er folgte den neugierigen, neidenden Blicken und sah, was all die Leute sahen: Eine Rose.

Das blutrote Kleid umspielte die schlanke Taille der jungen Frau, deren geschwungene Lippen sich tonlos formten. Der Butler am Empfang nickte, sagte etwas zu ihr, das Tristans Ohren nicht erreichte. Er war wie geblendet von der Schönheit, die sich ihm offenbarte. Mireille.
All die Frauen des Raums würden an ihrem Neid ersticken, die Männer an ihrer unterdrückten Lust ersticken müssen, dachte der junge Schauspieler sich. Keiner der Anwesenden würde an diesem Abend ihre Aufmerksamkeit erhalten. Denn sie war seinetwegen da ...
Er schob den Stuhl zurück und richtete sich zu seiner vollen Größe auf. In einer fließenden Bewegung trat er neben den Tisch, denen man ihnen zugeteilt hatte und blickte der jungen Frau entgegen. Wartete, dass man sie zu ihm brachte.
Würde ihr Blick während des Gesprächs mit dem Butler flüchtig in den Raum schweifen, so wären es seine Augen, die sie mit einem leidenschaftlichen Funkeln gefangen nähmen. Tristan lächelte und neigte den Kopf, legte einen Arm hinter den Rücken und kämpfte gegen den Drang an, zu ihr zu eilen, sie zu packen und den Augen der Gesellschaft zu entreißen.
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Re: Lunde Lecroique

Beitrag von Mireille Levîte am Sa Sep 05, 2009 7:52 pm

Sie brauchte dem Butler des Empfanges keinen Namen zusagen, es war logisch, dass er ihren wusste. Jeder Mensch kannte ihren Namen. Sie war ~die Berühmtheit und genau deshalb spürte sie jetzt schon das Getuschel und die vielen Blicke auf ihr und in ihrer Umgebung.
Es löste in ihr ein kribbelndes Gefühl in Bauch- und Nackengegend aus und ließ ihre Spannung nur noch weiter steigen - die sie jedoch perfekt verbergen konnte.

Der Kopf war hoch erhoben.

Endlich hat der Butler seine Liste zuende studiert und konnte sie nun endlich zu dem Tisch führen. Sie hat schon beim Empfang einen kurzen Blick in den riesigen Saal erhaschen können, jedoch nichts auf die Schnelle erkennen können.
Und so setzte sie sich nun in Bewegung, als der Butler sie bat mit ihm zu kommen.

Mit langsamen Schritten auf ihren hohen Hacken ging sie Schritt für Schritt durch den Saal, der Butler in ihrer Nähe.
Die Blicke folgten ihr, manche voller Bewunderung - andere voller Neid.
Innerlich tobte ein Gewitter - ein Wirbelsturm.
Wie würde der geheimnisvolle Schreiber aussehen? Würde er ihren Geschmack treffen? - Seine Worten taten dies schon.
Oder war es vielleicht nur eine Rache, weil sie jemanden verletzt hat?
Sie hatte schon sehr viele Verabredungen, die meisten verliefen ereignislos und waren spröde. Ihre Gegenüber waren an ihrem Aussehen interessiert - mehr nicht. Ihr Charakter war für die meisten unwichtig. Sie wurde wie eine Puppe behandelt. Wenn sie einmal etwas sagen wollte, wurde sofort unterbrochen - wen interessierte ihr 'Gelaber' schon?
Würde sie dieses Mal wieder das 'Glück' haben bei dem Schauspieler? Dass er nur an ihrem Aussehen interessiert war?
Viele weitere Fragen schossen ihr durch den Kopf, doch plötzlich sah sie ~ihn.
Er stach ihr sofort ins Auge. Sie wusste nicht warum, aber er hatte etwas Anziehendes.
Sein Aussehen war schön, elegant, aber auch aufregend. Keiner dieser Langweiler.

Ihr machte einen Sprung, fing an zu flattern. Sie musste sich beruhigen.
Gleich war sie bei ihm, nur noch wenige Schritte.

Der Butler blieb stehen, verbeugte sich und verschwand sofort wieder.
Und so stand sie vor ihm, Tristan.
Ein wunderschöner, junger Mann.
Endlich kommt auch sie zum Stehen - natürlich in gebührendem Abstand.
Elegant und grazil macht sie einen leichten Knicks und ihre melidiöse Stimme singt " Tristan Sedley? "
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Re: Lunde Lecroique

Beitrag von Tristan Sedley am Sa Sep 05, 2009 10:42 pm

Die Königin – denn nichts anderes war sie – bahnte sich ihren Weg durch die Tische, wobei sie zu schweben schien. Der fließende, farbige Stoff ihres Kleides verschluckte die zierlichen Füße und bauschte sich kaum merklich bei jedem ihrer Schritte ein kleines Stück auf. Als würde sie durch rotes Gewässer waten, das jede ihrer Bewegungen begleitete und kopierte. Sie war so unsagbar schön, dass er den Mund öffnete, als wollte er etwas zu sprechen – doch zu wem? Noch war er alleine. Ein Selbstgespräch hätte wahrlich keinen guten ersten Eindruck gemacht, daher schluckte er und drückte die schmalen Lippen wieder aufeinander. Noch immer war sein Kopf sacht geneigt, als würde sich tatsächlich eine Königin nähern. Aber war sie das nicht auch? Die Rose, die Hoheit unter den Blumen.

Sein Lächeln wurde breiter, einladender, als sie endlich bei dem Tisch angekommen war. Noch schwieg Tristan, was einzig und allein an der Anwesenheit des Butlers hing. Fast fühlte er sich wie ein junger Mann, der sein ganzes Leben in Abstinenz verbracht hatte und noch den Blick der Götter auf sich spürte. Abwartete, dass sie sich anderen Dingen widmenten, sich abwandten und er sich wie ein Wolf über die unschuldige Seele stürzen konnte.
Tatsächlich blieb er ruhig stehen und verschloss die Bestie in sich, als der Angestellte sich mit einem knappen Nicken zurückzog und Tristan mit seinem Blick nur noch die Schönheit fixieren konnte, die auf sein Flehen gehört hatte. Gefühlte tausend Augenpaare schienen auf den Beiden zu ruhen. Ein unerwarteter Druck? Nein, denn er erlebte dies jeden Abend auf der Bühne. Das feine Kribbeln der Nervosität kam nicht von der Aufmerksamkeit, die man ihnen schenkte, sondern nur von der zierlichen Göttin, die nun seinen Namen in den Mund nahm.
„In Eurer Anwesenheit nur ein Narr“, erwiderte er so leise, dass nur sie es hören konnte, wobei er es sich nicht nehmen ließ, sich knapp vor ihr zu verbeugen. Ein süffisantes Lächeln umspielte seine Mundwinkel, als er den Kopf wieder hob und sich an der Perfektion ihres Antlitzes betrank. Der junge Schauspieler räusperte sich und trat langsam näher, umrundete sie, wobei er penibel darauf achtete, nicht auf den Saum ihres Kleides zu steigen. Er zog ihren Stuhl zurück und stand so dicht hinter ihr, dass er ihr ins Ohr raunte: „Es ist mir eine Ehre.“


ooc: Der Foren-Down musste ja wirklich heute sein ... *murr* Leider wird das wohl mein letzter Post fürs Erste sein.
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